Steuerliche
Beratung des Mandanten mit Steuerrückständen
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Thema 2:
Betriebsstätten
im Steuerrecht
1
Thema 3:
Umsatzsteuerliche
Behandlung von Umsätzen gastronomischer Betriebe
3
6.
Fragerunden
1.
Fragerunde
Prüfer:
Herr Dames (Umsatzsteuer)
Fragen:
Herr Dames hat jeden Kandidaten einen Fall
beschrieben. Es wurden keine Fälle an den nächsten Kandidaten gegeben. Danach
hat jeder noch eine kurze/schnelle Frage bekommen.
1.Fall: AG hält
Beteiligungen an anderen Gesellschaften, verwaltet Vermögen. Sie erzielt 1 Mio
EUR Einnahmen, davon 50% steuerpflichtige/50% steuerfreie Einnahmen. Bei der Ausgabe
neuer Aktien nimmt sie Beratungsleistungen eines Rechtsanwaltes in Anspruch.
Wie ist dies umsatzsteuerlich zu würdigen? (Unternehmereigenschaft,
Vorsteuerabzug prüfen)
2.Fall: Eine
Gesellschaft erhält von ihren Kunden in 2006 Doppelzahlungen/Überzahlungen in
Höhe von 100 TEUR. In 2007 werden 50 TEUR zurückgezahlt. Der Rest wird nicht
durch Kunden zurückgefordert. Wie ist die Sachlage? (BFH Urteil vom 19.07.2007)
3.Fall: Landkreis
unterhält öffentliche Toiletten. Eine GmbH wird mit der Verwaltung (mit Reinigung,
Abrechnung etc....) beauftragt. Die GmbH kann nicht kostendeckend wirtschaften.
Daher erhält sie vom Landkreis eine Ausgleich. Wie ist dies umsatzsteuerliche
zu würdigen? (Hintergrund echter/unechter Zuschuss)
4.Fall: GmbH in
Deutschland vertreibt für einen KFZ-Hersteller die Autos. Sie schließt einen
Kaufvertrag mit einem belgischen Unternehmer über 20 PKW`s ab. Da die GmbH nur
in ihrem näheren Umkreis tätig werden darf, schaltet sie einen Strohmann ein,
über den dieses Geschäft mit dem Belgier abgeschlossen wird: GmbH --- Strohmann
----Belgier.
Dann jeder Kandidat eine Frage:
Ab wann
ist jemand im Umsatzsteuerrecht Unternehmer?
Nennen
Sie Lieferungen/Leistungen mit Steuersatz 7%
Wann
sind Umsätze in der Umsatzsteuer-Voranmeldung zu erklären?
Wann
muss Unternehmer Rechnung stellen? Muss er immer eine Rechnung stellen?
2.
Fragerunde
Prüfer:
Herr Gerking (Bilanzsteuerrecht)
Fragen:
Anhand eines Falles mit Abwandlungen hat Herr Gerking
folgende Thematiken angesprochen:
1.aRAP/pRAP
2.Abgrenzung Verbindlichkeiten/Rückstellungen
3.insbesondere
Rückstellungen für drohende Verluste im HR, Definition schwebendes Geschäft
1.Eine
Künstleragentur betreut unter anderem einen ausländischen Musiker. Sie
organisiert Konzerte in Deutschland. Wie beraten Sie die Agentur und den
Künstler (Agentur: § 15 EStG/ Künstler: beschränkte Steuerpflicht, §§ 49, 50,
50a EStG, Steuersatz (Höhe), Betriebsausgabenabzug in Deutschland)
2.Kinderbetreuungskosten:
§ 4f, § 10, § 35a EStG
3.Eine Amerikanerin
arbeitet für eine amerikanische Firma in Deutschland und Japan zu je 50%. Sie
hat in Deutschland und in Japan einen Wohnsitz. Sie hält sich zu je 50% in DE
und in Japan auf. Sie hat in Deutschland und Japan jeweils eine Bank. Freunde
hat sie in DE und Japan. Wie beraten sie die Amerikanerin? (Klärung wer
Besteuerungsrecht hat: Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt,
Verständigungsverfahren)
4.An einer
Schönheitschirurgie GbR sind A, B, C zu je 1/3 beteiligt. Die Grundstücks-GbR
von A, B, C (je 1/3) vermietet die Praxisräume an die Chirurgie GbR. C verkauft
seine Anteile an der Chirurgie GbR. Wie ist dies rechtlich zu würdigen?
(Einkunftsart § 18, § 16 EStG, mitunternehmerische Betriebsaufspaltung)
4.
Fragerunde
Prüfer:
Herr Schümann (KSt, GewSt, UmwStG)
Fragen:
1.EK 02:
Hintergrund; Rechtslage bis 2006; Nachversteuerung 3%
2.KSt-Guthaben:
allgemeine Aussagen
3.Voraussetzungen
der Organschaft
4.§ 8b KStG hoch
und runter; auch Urteil FG HH aus November 2007
5.
Fragerunde
Prüfer:
Herr Nadalla (ErbSt)
Fragen:
1.Was fällt Ihnen
zu den Schlagwörtern: Erbschaftsteuer und Bundesverfassungsgericht ein?
2.Wie wird zur Zeit
Betriebsvermögen besteuert? Unterschied bei den Gewinnermittlungsarten
Wurde Ihnen mit der Einladung zur
mündlichen Prüfung die Prüfungskommission mitgeteilt?
ja
Welche Hilfsmittel standen Ihnen bei der
Vorbereitung des Vortrags zur Verfügung?
Gesetze / Richtlinien / Erlasse?
Wie viele Pausen wurden von der PK gemacht?
Nach
jeder Runde
Wie lange dauerte in etwa eine Pause?
10 15 Minuten
Wie viele Minuten sollte der Vortrag
dauern? (ggf. Zeitspanne)
10 Minuten
Wie sollte oder konnte der Vortrag
gehalten werden?
stehend und / oder sitzend
Wurde auf Vortragsthemen im
Prüfungsgespräch nochmals eingegangen?
ja
Durften während des Prüfungsgesprächs
Gesetze etc. benutzt werden?
nein
Falls ja, nur auf Aufforderung?
nein
Haben Sie weitere Anmerkungen / Fazit?
Die
Prüfer waren nett und um eine angenehme Atmosphäre bemüht. Selbst beim Vortrag
haben alle aufmerksam zugehört, auch wenn dies vielleicht nicht so interessant
war. Jeder hatte die Möglichkeit, kurz nachzudenken. Fragen wurden nie gleich
weitergegeben.
Nach
der 3. Runde kippte ein wenig die Stimmung der Prüfer, da die einzelnen Runden
wohl nicht so „flüssig“ liefen.
Kandidat
B wurde nach der 3. Runde so gut wie nicht mehr befragt. Kandidat C nicht mehr
nach der 4. Runde.
FAZIT:
Die Prüfer prüfen wirklich auf Bestehen. Jeder hat seine Chance.
Der/die Verfasser stimmen einer Nutzung dieses Protokolls zur
Vorbereitung auf die StB-Prüfung ausdrücklich zu.